Jérôme Bressy, Gourt de Mautens rouge 2014 IGP Vaucluse

Artikel-Nr.: SRB2014_2
43,00 
pro Flasche
Preis inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten bei Bestellwert unter 500,- €

Kalkhaltige Tonböden mit Sand, Kies- und Steinanteilen in Hanglagen von 5-20% Neigung; Grenache ~ 70%, Vieux Carignan ~ 15%, andere Rebsorten ~ 15% (Syrah, Mourvèdre, Counoise, Cinsault, Vaccarèse, Terret noir), 30 bis über 100 Jahre alte Reben.

Der 2014er Gourt de Mautens rouge ist gekennzeichnet durch ein hohes, in der Tat eher verblüffendes, Maß an Eleganz. Das ist ein wunderbar balancierter Wein, geradezu luftig, weil alles ineinandergreift. Welch' ein Weg seit 2001 (bis 2007 stand die südliche Kraft, vor allem jung, etwas zu sehr im Vordergrund) , jedes Jahr hier – kann man einem Winzer ein grösseres Kompliment machen? – ist immer noch ein weiterer step-up. In welcher Hinsicht?

In Sachen Verfeinerung der Tannine, der fortschreitenden Köstlichkeit einer geradezu burgundisch anmutenden Textur - aufgrund ihrer Samtigkeit. Sehr nachklingend waren die Weine Jérômes immer – wer meint, Rasteau sei (potenziell) kein grosses Terroir, sollte hier nochmal überlegen! – aber insbesondere 2013, dann noch mehr 2014 gefallen mir (und Jérôme) wegen einem fortschreitenden Übergang zu vornehmer Art.

Der Reichtum des Weines erscheint zunehmend nobel-zurückgenommen. Und der im März 2017 wie 2018 verkostete 2015er geht gar noch einen Schritt weiter. Jérôme gehört eben nicht zu jenen Winzern, die keine Möglichkeit mehr sehen, die Dinge noch besser zu machen. Dass hier natürlich-vulkanischer, digestiblerer Schwefel statt dem herkömmlichen, der als Nebenprodukt der Petrochemie entsteht, verwendet wird, ist auch so eine Besonderheit, die Jérôme von anderen (auch noch berühmteren) Winzern positiv absetzt. Es ist so wie in jedem anderen Beruf, wenn man die Dinge richtig gut machen will, stellt man alles auf den Prüfstand und ändert vieles, was man «schon immer so gemacht hat»...

"Ohne jede Angeberei kündigt die Nase einen dichten Stoff an. Florale Noten (Pfingstrose, Veilchen), dunkle wie rote Fruchtnoten. Wunderbarer, harmonischer Geschmack. Frisch, kraftvoll, energisch und elegant...sehr langes und delikates Finale. Eine sehr schöne Flasche, die Finesse, Eleganz und Dichte miteinander verbindet."  (Le Rouge et le Blanc, Sommer 2018 über den 2014er Gourt de Mautens rouge)

Nach zweistündigem Umfüllen in eine Karaffe oder mehrstündigem Öffnen, dann verkorkt, optimalerweise ab ca. 2019/2020 – 2035 z.B. zu einer Lammkeule aus dem Ofen, Hirsch, einem Steak mit Knoblauch. Aus einem Riedel-Sommelierglas (Rhône/Hermitage)

Zurück